Lauenbrück. Voll besetzt war der der neue Saal des Lauenbrücker Seniorenheimes „Wümmetal“ anlässlich der Einweihung der neuen Skulptur des Mulmshorner Holzbildhauers Ortwin Musall. Bevor Heimleiterin Ingeborg Koch-Dreier das Tuch vom 4,20 Meter hohen Holz-Kunstwerk zog, gab es im Saal einen Ohren- und Augenschmaus. Eichensschullehrerin Anke Dunker führte mit ihrer 6. Klasse die „Zauberflöte“ auf und zog damit die zahlreich erschienenen Heimbewohner und viele Angehörige in den Bann.


Der Lionsclub Scheeßel und natürlich die Eltern, die ihre Kinder nach Lauenbrück gefahren hatten, unterstützten die Aufführung. Sogar ein Klavier hatte man neben vielen anderen Instrumenten aus der Schule mitgebracht, um das Stück wirkungsvoll mit Musik zu begleiten. Nach dem gelungenen Auftritt ging es in den „Garten der Sinne“, den Ortwin Musall mit einem weiteren Kunstwerk bereichert hatte. Nachdem der Scheeßeler Lionsclub bereits drei Werke von Musall gestiftet hatte, hatte nun das Heim eine Linde und das Salär für den Künstler beigesteuert.

Ingeborg Koch-Dreier berichtete begeistert über das langsame Entstehen der Skulptur aus einem Baum hin zum Kunstwerk. „Zusammenstehen“ wurde die Skulptur getauft, ein Name, der auch in der Welt der Senioren große Bedeutung hat. „Zusammenstehen der Generationen“, brachte die Heimleiterin als Beispiel ein und wies auf die Schüler, ihre Mütter und Väter und die Senioren hin. „Zusammenstehen heißt auch Rücksicht nehmen, Zuhören können und einander unterstützen“, folgerte Ingeborg Koch-Dreier.

Ortwin Musall unterstrich dies mit seinen Worten an die Zuhörer: „Die alten brauchen wie Kinder ihre Unterstützung und das Zusammenstehen.“ Abschließend bedankte sich der Künstler bei Heimleiterin Ingeborg Koch-Dreier für das Vertrauen in seine bildhauerischen, akrobatischen und teilweise sogar bergsteigerischen Leistungen. Immerhin wurde die Skulptur 4,20 Meter groß.

Foto: „Zusammenstehen“, entstanden mit Ortwin Musalls bildhauerischen, akrobatischen und teilweise sogar bergsteigerischen Fähigkeiten: Schwester Heidemarie Führer vom Freundeskreis (von links), Ingeborg-Koch-Dreier; Ortwin Musall und die Klasse 6 e mit Anke Dunker